Hemden / Maßhemden

Stoffe

Stoffe für Hemden

Stoff für Hemden entsteht aus verwebtem Garn. Dieses Garn herzustellen ähnelt der Quadratur des Kreises. Das Garn - nichts anderes als ein gesponnener Baumwollfaden - soll möglichst dünn sein, damit der Stoff sich gut anfühlt und bequem tragen lässt. Andererseits muss der Faden sehr reißfest sein, damit das Hemd lange neu aussieht und Freude macht.

Feines, aber belastbares Garn setzt möglichst langfaserige und damit teure Baumwolle voraus. Alternativ ergänzt man die Baumwolle mit robuster und günstiger Kunstfaser. Außerdem darf der Stoff nicht durch die Webmaschine "gejagt" werden. Man muss sich beim Weben Zeit lassen. Sonst entstehen mikroskopisch kleine Stoffschäden und spätestens nach dem ersten Waschgang ist das Hemd dahin.

Aus diesen Gründen sollte man immer skeptisch sein, wenn angeblich hochwertige Stoffe zu Schleuderpreisen angeboten werden. Gute Baumwolle und Zeit kosten eben Geld.

Garnfeinheit

Die Garnfeinheit wird über eine Zahl wie "100", "120" etc. angegeben.

Hinter dieser Zahl verbirgt sich die Länge eines ein Gramm schweren Fadens des Garns in Metern. Je länger der Faden, desto höher die Garnfeinheit und damit auch der daraus gewebte Stoff.

Die Garnfeinheit lässt sich mit einem Fadenzähler genau bestimmen. Das ist eine besondere Form der Lupe, die speziell für die Untersuchung von Stoff konstruiert wurde.